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U14 erst in der Schlussviertelstunde erfolgreich

1.5.2007 - Gab man gegen den FavAC in den letzten zehn Spielminuten noch eine komfortable 3:1-Führung aus der Hand, drehte die Dornbacher U14 im Nachtragsmatch gegen Post SV den Spieß um und fixierte in der letzten Viertelstunde den vollen Erfolg.

Die Schwarz-Weißen starteten im heimischen Trainingszentrum wie aus der Pistole geschossen und verzeichneten nach nicht einmal 100 Sekunden den ersten Lattenschuss: Dominik Burusic scheiterte am Aluminium. Nur 60 Sekunden danach war es abermals Dominik Burusic, der guten Einsatz zeigte, einem Post-Verteidiger das Leder abnahm und sofort abzog - gehalten. In der 4. Spielminute die bereits dritte hochkarätige Chance der Hausherren: Dominik Burusic bediente Ali Kaya mit einem Idealpass, dessen Versuch, das Leder am gegnerischen Torhüter vorbeizuschießen, geriet aber zu schwach, so dass ein Post-Verteidiger vor der Linie klären konnte. Nach diesem Angriffsfurioso flaute das Offensivspiel der Dornbacher immer mehr ab und die Postler kamen besser zur Geltung, ohne jedoch selbst gefährlich zu werden. Nach einer Viertelstunde der schwarz-weißen schöpferischen Pause, verstärkte die Brem/Wollinger-Truppe wieder ihre Angriffsbemühungen: in der 17. Minute wurde abermals ein Ali Kaya-Versuch (nach schönem Zuspiel von Marko Dogas) von einem gegnerischen Verteidiger vor der Linie des Post-Tores abgewehrt. 60 Sekunden später trat wieder Dominik Burusic in Erscheinung: zuerst nötigte er den Post-Keeper mit einem schönen Schuss zu einer Glanztat, der anschließende Corner landete auf dem Kopf des Sportklub-Spielmachers, dessen Versuch aber zu unplatziert ausfiel. In der 25. Minute lancierten Dominik Burusic und Ali Kaya einen schnellen Conter, doch Ali klebte heute scheinbar das Pech an den Schussstiefeln. Nach einer halben Stunde und mittlerweile gut einem halben Dutzend vergebenen Torchancen probierte es Dominik Burusic mit einem Drehschuss, der aber auch nicht den Weg ins Tor fand. Weshalb in diesem Spielbericht vorerst nur zwei schwarz-weiße Akteure hervorgehoben wurden, lag vor allem am Spielsystem der Dornbacher. Das sicher stehende Dornbacher Abwehrbollwerk gebildet von Peter Kohlhauser und Markus Seidl und deren Vorder- und Nebenleuten ließ zwar kaum gefährliche Post-Angriffe zu, trat aber offensiv kaum in Erscheinung. Zwischen dem offensiven Mittelfeldspieler Dominik Burusic und dem stürmenden Ali Kaya sowie dem Rest des Teams klaffte eine Riesenlücke. Diesen Raum nützten die Postler geschickt aus und unterbanden die in vielen Phasen untauglichen schwarz-weißen Offensivbemühungen schon im Ansatz. Gefährlich wurde es nur dann, wenn die Dornbacher "Offensiv-Alleinunterhalter" Ali und Dominik ihre individuelle Klasse aufblitzen ließen. So war es nicht verwunderlich, dass in der ersten Hälfte nur eine gefährliche Sportklub-Aktion zu notieren war, bei der weder Dominik noch Ali involviert waren: in der 32. Minute gab Alex Hruby einen Idealpass auf Marko Dogas ab, der das Leder aber leider nicht kontrollieren konnte. Auch die letzte Chance in Hälfte eins fanden die Hausherren vor, doch Marko Dogas und Ali Kaya wirkten in dieser Situation zu umständlich.

Die Postler starteten ob der gegnerischen Harmlosigkeit vor dem Tor hochmotiviert in Hälfte zwei und fanden nach nur 30 Sekunden ihre erste Großchance vor, ließen aber ihrerseits Gefährlichkeit vermissen. Der unmittelbare Gegenstoß wurde zur one-man-show von Yannick Soura, der ein Solo über das halbe Spielfeld zeigte, kurz vor dem Abschluss aber entscheidend gestört werden konnte. In der 46. Minute scheiterte Ali Kaya mit einem Schussversuch. Auf der Gegenseite brannte nur zwei Minuten später der Hut: der in Hälfte zwei für den während der ersten 40 Minuten kaum beschäftigten Sportklub-Keeper Bernhard Lex aufgebotene Michael Nosek zeigte bei einem Post-Freistoß seine Klasse und drehte das gefinkelt angetragene Leder über die Latte seines Tors. Danach herrschte ein zehnminütiger "Nicht-Angriffspakt" - den Postlern war das nur recht, den Dornbachern lief dagegen zunehmend die Zeit davon. In der 58. Minute gab's den ersten verfrühten Torjubel: eine Florian-König-Ecke landete auf Mato Terzic' Kopf, dessen Versuch aber nicht im Post-Kasten endete. Die brav kämpfenden Gäste blieben dran und versuchten ihrerseits, den Führungstreffer zu erzielen. Dass dies nicht gelang, lag in erster Linie an Michael Nosek, der in der 63. Minute toll intervenierte und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte. Eine Viertelstunde vor Schluss war's dann endlich so weit: Florian König-Pass auf Ali Kaya, der selbst den Abschluss suchte - der ansonsten großartige Post-Goalie kann das Leder nicht festhalten, Dominik Burusic war zur Stelle und erlöste sein Team mit dem 1:0-Führungstreffer. Keine 60 Sekunden später war es abermals Dominik Burusic, der ein Glanzlicht setzte - leider wurde er nach einem sehenswerten Solo im letzten Moment am erfolgreichen Abschluss gehindert. Die Postler waren nach dem Gegentreffer sichtlich geknickt, was die Dornbacher zu weiteren Offensivaktionen nützten. In der 66. Minute scheitere Ali Kaya mit einem guten Schuss am ausgezeichneten Post-Keeper. Zwei Minuten später Pass von Dominik auf Ali, der in dieser Situation den Kasten des Gegners aber nicht traf. Zehn Minuten vor dem Spielende wurde eine sehenswerte Kombination zwischen Marko Dogas, Ali Kaya und Dominik Burusic vom Schlussmann der "Briefträger" gestoppt. Nachdem das Toreschießen mit "herkömmlichen Mitteln" für die Dornbacher an diesem Vormittag offensichtlich schwierig war, versuchte es Florian König mit unkonventionellen Mitteln. In der 71. Spielminute schoss er - von kaum jemandem erwartet - aus gut 25 Metern vom linken Flügel auf's Post-Tor: der Ball wurde immer länger und fand den Weg über den verdutzten Post-Goalie zum 2:0 ins Tor. Der Widerstand der Gäste war nun gebrochen und die Hausherren hatten nun leichtes Spiel. Einen Superpass von Mato Terzic verwertete Dominik Burusic in der 77. Minute zum 3:0-Endstand. Die letzte Großchance fanden die Gäste vor, doch Dominik Burusic zeigte nicht nur, dass er vor dem gegnerischen Tor eine "Bank" ist, sondern klärte für den bereits geschlagenen Michael Nosek auf der Linie und sicherte so das "shut-out" seines Teams.

Trotz des Sieges gegen motivierte Postler kann man mit der gezeigten Leistung nur bedingt zufrieden sein. Dem Team scheint das Feuer, das in der letzten Saison lichterloh brannte, heuer weitgehend zu fehlen. Die individuelle Klasse der Spieler reicht zwar aus, um schwächere Gegner in die Schranken zu weisen, gegen die Großen, auf die man in den kommenden Wochen treffen wird, könnte es aber eng werden. Zudem scheint das Spielsystem mit nur zwei wirklichen Offensivkräften für die Gegner leicht ausrechenbar. Die im Mittelfeld klaffende Riesenlücke wird von "Liga-Krachern" wie Stadlau oder Vienna mit Sicherheit ausgenützt werden. In der nächsten Runde wartet Tabellenführer Stadlau - mal sehen, ob die Sportklub-U14 und deren Trainerteam den Berichterstatter Lügen straft. Wünschen tät er sich's auf alle Fälle!

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